Speed up your Prototyping

Speed up your Prototyping

Als integrierte Methode in den Innovationsprozess hat Prototyping generell zwei Ausprägungen. Sie werden entweder schnell und einfach umsetzbar als Mockup in einen Workshop Tag integriert oder aufgrund der hohen technischen Anforderungen langfristig geplant. Beide Ansätze haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile (vgl. Art von Prototypen).

Drei Work­shop­tage als Teil des Inno­va­tion­sprozess­es mit einem inter­ak­tiv­en Pro­to­typ als Ergeb­nis.

Die spannende Frage lautet: Wie lassen sich die Vorteile der Mockups mit den Vorteilen interaktiver technischer Prototypen verbinden? Die Antwort lautet: mit einem schlanken Workshop Format, das auf ein umsetzbares Konzept der Idee fokussiert und die Programmierung in ungenutzte Workshop Zeit, die Nacht, auslagert. So werden die einzelnen Workshop Tage verdoppelt und effektiv sechs Tage genutzt. Konkret bedeutet das: Tagsüber vor Ort die Idee in ein Konzept übertragen, ohne dass technisches Wissen von den Teilnehmern erforderlich ist, abends die Programmierer briefen und nachts an einem anderen Ort mit entsprechender Zeitverschiebung programmieren.
 
Voraussetzung ist, dass die Idee bereits konkret im Vorfeld erarbeitet wurde und das technische Setting vorbereitet werden kann: Programmierumgebungen werden eingerichtet, Hardware selektiert und die Schnittstellen entsprechend vorbereitet. Die Agenda der drei Tage ist ebenfalls essentiell. Sie muss den Teilnehmern ermöglichen die Kernpunkte des Prototyps zu erarbeiten und das gewünschte Ergebnis so fokussiert aufzubereiten, dass die Programmierung direkt erfolgen kann. Ein Hinterfragen der Idee im Prozess findet nicht statt, da eine Überprüfung und Verifizierung der Idee bereits im Vorfeld stattgefunden hat.
Doch wie sehen die einzelnen Schritte und Arbeitspakete im Workshop aus:
  • Kick-Off Workshop
    Als erster Step wird die Idee zur Vorbereitung einer Umsetzung überprüft und erforderliche und optionale Features festgelegt und zu einem Use Case verdichtet. Für den zielgerichteten Ablauf werden die einzelnen Hauptpunkte der Agenda (Technik und Prozess, Kunde und Unternehmen, Finalisierung) der individuellen Kundensituation angepasst.
  • Tag 1 — Technik und Prozess
    Als Basis dient, die im Kick-Off Workshop selektierte und formulierte Idee. Die Teilnehmer konkretisieren gemeinsam die Story. Der Fokus liegt auf einer detaillierten Problembeschreibung sowie klarer Formulierung des Nutzens. So erhält jeder Teilnehmer ein klares Bild der Idee für die weitere Bearbeitung. Gemeinsam mit einem Experten werden aus diesem Bild spezifische technische Anforderungen gemeinsam geklärt. Zum Abschluss des ersten Tages wird ein Briefing für die Umsetzung des ersten Prototyps erstellt und an die Programmierer übergeben.
  • Nacht 1 — Erstellung Prototyp 1.0
  • Tag 2 — Kunde und Unternehmen
    Als Start in den Tag wird der erste reale Prototyp den Teilnehmern präsentiert und mit der ursprünglichen Idee abgeglichen. Erste Erkenntnisse zu Verbesserung und Optimierung werden für das abendliche Re-Briefing festgehalten. Die Teilnehmer teilen sich anschließend in zwei Gruppen. Die eine Gruppe fokussiert sich auf die externe Perspektive, den Kunden bzw. Nutzer. Es werden Anforderungen an das Interface formuliert, die Informationstiefe erarbeitet, die für den Nutzer erforderlich ist, sowie der USP erweitert. Die zweite Gruppe untersucht die Idee im Kontext des eigenen Unternehmensprozesses. Dabei geht es vorrangig um notwendige Schnittstellen, besondere Herausforderungen bei der Integration der Idee sowie potentieller Barrieren. Abschließend werden alle Erkenntnisse, die direkt Auswirkungen auf den Prototypen haben, in ein Update des Briefings übertragen und an die Programmierung weitergegeben.
  • Nacht 2 — Erstellung Prototyp 2.0
  • Tag 3 — Finalisierung
    Der letzte Tag hat als zentralen Agenda Punkt die Aggregation aller gewonnenen Erkenntnisse. Zu Beginn wird der angepasste Prototyp vorgestellt. Es erfolgt ein genaues Briefing der Teilnehmer über Funktionalität und Nutzung. Hiermit ist jeder Teilnehmer in der Lage, diesen vor Stakeholdern zu präsentieren. Aus dem Prototyp und den Ergebnissen von Tag 2 wird ein Storyboard erstellt und die Inhalte entsprechend aufbereitet. Dieses stellt die Basis für den im Nachgang zu erstellenden Ergebnis-Pitch.

Das Ergebnis nach drei Tagen Workshop ist:

  1. Ein initial lauffähiger Prototyp, der das Testen der Kernfunktionen der Idee ermöglicht
  2. Eine Einschätzung der Chancen und Herausforderungen
  3. Die Erkenntnis über den Einfluss der Idee auf interne Prozesse
  4. Einen Pitch in Form eins präsentationsfähigen Konzepts zur internen Vermarktung
  5. Eine Basis-Roadmap für die nächsten Schritte zum Go-To-Market
Dieses Vorgehen zeigt, dass man in einem kompakten und schlanken dreitägigen Workshop Format auch technisch anspruchsvolle Prototypen entwickeln kann.
Nutzen Sie dieses Vorgehen in unserem Prototyping Camp als Teil Ihres Innovationsprozesses, wir freuen uns auf Ihre Challenge.